Steuerliche Absetzbarkeit von Bestattungskosten

Begräbniskosten einschließlich der Errichtung eines Gedenkzeichens an der Grabstelle (z.B. ein Grabstein) gehören grundsätzlich zu den Verbindlichkeiten des Nachlasses und sind daher in erster Linie aus diesem zu bestreiten.

Vergütungen von anderen Stellen (z.B. Sterbeversicherung) gelten als Nachlassvermögen.

Nur wenn kein Nachlassvermögen (Aktiva) vorhanden ist, sind Begräbniskosten bis maximal 5.000 Euro (bis zum Jahr 2012 bis maximal 4.000 Euro) und die Kosten eines Grabsteins ebenfalls bis maximal 5.000 Euro (bis zum Jahr 2012 bis maximal 4.000 Euro) als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar. Die Kosten für Blumen und Kränze, für ein schlichtes, dem Ortsgebrauch entsprechendes Totenmahl sowie für Beileidskundgebungen sind Teil der Begräbniskosten. Nicht absetzbar sind hingegen die Kosten der Trauerkleidung und der Grabpflege.

Die außergewöhnliche Belastung muss nach Ablauf des Kalenderjahres im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt geltend gemacht werden.

Weitere Informationen über die Zuständigkeiten der Finanzämter finden sich auf USP.gv.at.

TIPP
Für die durch den Todesfall bedingten anderen steuerlichen Auswirkungen (z.B. Antrag auf Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung für die Verstorbene/den Verstorbenen) ist es empfehlenswert, Auskünfte von Fachleuten (z.B. Wohnsitzfinanzamt, Steuerberaterin/Steuerberater, Lohnverrechnungsstelle der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers) einzuholen.
HINWEIS
Ab 1. Jänner 2016 sind Zuwendungen der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers an die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer zu den Begräbniskosten für dessen (Ehe-)Partner oder Kinder sowie Zuwendungen an hinterbliebene (Ehe-)Partner oder Kinder der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers steuerfrei.
Stand: 09.02.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Finanzen
Transparente Grafik zwecks Webanalyse

Quelle: HELP.gv.at

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0676/83259336

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